AUA

Gemeinnützige Stiftung GmbH iG.

Motivation

Schön das Sie uns gefunden haben!

Das Buch [Herr Kipp] ist am 18.08.2017 bei BOD erschienen. 
Vom 'Psycho' zum 'Lebensluxus'. Wie kaum ein anderer schreibt Herr Kipp psychotherapiebegleitend seine schillernde und unangepasste Lebensgeschichte.

Herr Kipp

Kipp, Uwe
19,95Buch
Jetzt probelesen

Beschreibung

Auf­ge­wach­sen in der En­ge der Ost­west­fä­li­schen Pro­vinz und ei­nes au­to­kra­ti­schen El­tern­hau­ses wächst sein Pro­test und der Wi­der­stand ge­gen das Ge­wöhn­li­che. Er setzt al­les auf ei­ne Kar­te. Er flüch­tet in das Ber­lin der Wen­de­zeit und Auf­brü­che. Sei­ne Ide­en trei­ben und sau­gen ihn in die Nacht und das Mil­leu. Ver­bo­te­ne Lust und Ro­ter Schat­ten wer­den zu ver­füh­re­ri­schen Pa­ten. Schnell wird er von Freun­den, Sze­ne und Pres­se zum Pär­chen­papst der Haupt­stadt und der Pro­mis­kui­tät (...)

 






Aus diesem Buch wurde schnell ein Stiftungsgedanke.

...Schon während der Arbeit an diesem Manuskript wuchs in mir der Wunsch, anderen Betroffenen damit helfen zu können, und er wurde im Laufe der Entstehung dieses Buches immer konkreter. Dieses Bedürfnis wurde für mich zum eigentlich wichtigen Projekt. Heute am 28. März 2017 blicke ich ohne Bedauern und ohne Trauer zurück auf diese schmerzhafte Zeit. Der Tag ist bewusst von mir gewählt. Am 28. November 2013, genau vor vierzig Monaten, fand ich die Kraft und den Mut um professionelle Hilfe zu bitten.

Schon einen Tag später verbrachte man mich zwangsweise, durch Intervention meiner Familie, in die durchgangsregulierte sozial-psychiatrische Akutstation 31 des Urban-Krankenhauses. Dort wurde ich »vorübergehend weggeschlossen«. Hier reifte in mir der Entschluss, mich anderen mitzuteilen und mein buntes Leben aufzuschreiben. Es sollte nicht nur eine autobiographische Aufarbeitung für mich selbst werden. Ich wollte damit anderen, in ähnlichen Situationen, Mut machen. Ich wollte das Buch erst gar nicht selbst schreiben. Aber ich wurde von meiner Psychologin eines Besseren belehrt.

Während der langen, sehr intimen und umfassenden Therapiearbeit lernte ich, dass es nicht die Aufgabe des behandelnden Psychologen ist, mich wieder zu stabilisieren. Die gemeinsame Arbeit ist nur als Begleitung und Unterstützung gedacht. Es gibt kein Pflaster für eine verletzte Seele. Die Wunde sitzt nicht zwischen Leber und Milz. Sie schmerzt woanders. Zwischen den Ohren. Sie ist nicht sichtbar und es gibt kein Blutvergießen – aber ziemlich dicke Narben.

Alles fing ganz harmlos an. Mit AUA! Wo nur war ich in meinem Leben falsch abgebogen? Dies herauszufinden wurde zu einer sehr schmerzhaften Aufarbeitung meiner Vergangenheit, die eine selbstkritische Betrachtung meiner Persönlichkeit mit einschloss. Alles begann mit dem Eingeständnis: Ich kann das alles nicht mehr alleine!

Ich bin ein »Kind meiner Zeit«. In den Siebzigern und Achtzigern und natürlich erst recht für die Generation meiner Eltern galt: Da, zum Psychologen, geht man nicht hin. Und wenn doch, dann spricht man nicht darüber. Ich habe darum viel zu lange gezögert und versucht all meine kleinen und großen Probleme selbst zu lösen. Es ist mir nicht gelungen. Das offene Eingeständnis meiner Hilfosigkeit war für mich die schlimmste Demütigung meines sonst von Sonnenschein begleitenden Lebens.

Ich brauchte vierzig Monate und über vierhundert Stunden Therapiearbeit, um herauszu nden, dass es keine Schande ist Hilfe zu suchen. In den ersten Sitzungen stand ich oft kurz vor dem Zusammenbruch und hatte das Gefühl, mich vollkommen zu verlieren und mich gänzlich aufzulösen. Meine Analytikerin hatte dann die Idee, mein Leben aufzuschreiben und ihr das Geschriebene in Ruhe vorzulesen.

Ich begann zu schreiben und las in den Therapiesitzungen mein ganzes Leben vor, schonungslos und ohne Scham. Der Rhythmus des Schreibens und Vorlesens wurde zu meinem einzigen Lebensinhalt und gab meinen trostlosen Tagen etwas Struktur. In kleinsten Schritten ging es voran. Erst die Entscheidung, ein Buch aus meiner Geschichte zu machen, gab mir Kraft und neue Energie. Im Juli 2015, nach eineinhalb Jahren, war alles erzählt.

Zwar war meine Therapie noch nicht ganz abgeschlossen, aber bei einer Routineuntersuchung fielen dem Arzt auffällige Kurven in meinem EKG auf und ich wurde als Notfall in die Berliner Charité eingewiesen. Im Herzzentrum sollten mir Herzklappen und Bypässe eingesetzt werden. Das war mein Schlüsselerlebnis. Patientenverfügungen verändern die Sicht auf das, was wichtig ist im Leben. Alles auf Anfang. Alles neu.

Nach der geglückten Operation war mir klar, dass ich die Chance nützen würde. Ich schickte Leseproben meines Buches an verschiedene Verlage. Nach zwei Wochen hatte ich einen Verleger in München gefunden. Er bot mir das Lektorat und ein Rundum-Sorglos-Paket an, aber meine Freunde rieten mir dazu, das Buch selbst herauszugeben. Eine Freundin übernahm das Lektorat. Sie hat Erfahrung mit der Schriftstellerei und – wichtig für mich – sie kennt mich schon lange und hat viele Stationen meines Lebens persönlich begleitet.

Im Januar 2017 war der letzte Block des Textes lektoriert. Jetzt noch das Korrekturlesen und der Satz. Auch hier unterstützte mich ein alter Freund, und eine befreundete Graphik-Designerin bastelte mit mir am Cover und der Aufmachung. Jetzt, genau nach vierzig Monaten, ist endlich alles fertig.

Mit diesem Buch möchte ich etwas bewegen und anderen Betroffenen helfen. Auch ein simpler Liebeskummer fängt mit AUA an. Am Schlimmsten ist es aber, sich selbst nicht mehr lieben zu können. Dann wird man depressiv. Dann braucht man Hilfe. Hilfe, die Eltern, Partner, Freunde oder Kollegen nicht leisten können.

Dafür gibt es Psychologen, die diesen Prozess mit dem nötigen Abstand und ihrer speziellen Ausbildung professionell begleiten können. Ist diese Hilfe Bestandteil unseres Gesundheitssystems? Bekommen wir die notwendige Unterstützung von der Krankenkasse? Oder können sich nur gut Versicherte oder Selbstzahler den Luxus einer Therapie leisten? Für über vier Millionen Betroffene stellen sich diese und viele andere Fragen.

Der enorme Druck unseres schnellen, anonymen Medienzeitalters hat die Depression zu einer Volkserkrankung gemacht und die gesetzlichen Krankenkassen müssen sich mit Psychosen, diversen Süchten, Auffälligkeiten im Sozialverhalten oder mit Partnerkonflikten befassen.

Die Hilfe muss unbedingt zeitig beginnen. Dann bleibt es vielleicht beim kleinen AUA und es sind nur wenige Therapiestunden nötig, um zurück in den normalen Alltag zu nden. Aber die Wartezeit für den Beginn einer Therapie beträgt oft sechs Monate, eher acht. Psychologen und Analytiker arbeiten meist alleine und ihre Kapazität ist auf wenige Patienten beschränkt. Wenn ein Betroffener endlich die Kraft gefunden hat, Hilfe zu suchen, kann ihm kaum akut geholfen werden. Da muss etwas passieren.

Die AUA-Stiftung wird sich um diese dringende Ersthilfe kümmern.
Wir helfen sofort!
Die Stiftung sammelt Geld und Sie stiften mit. Sie haben dieses Buch und meine Geschichte gekauft. Der Netto-Reingewinn kommt der Stiftung zugute. Kaufen Sie ruhig ein weiteres Exemplar. Es eignet sich hervorragend zum Verschenken. Sie kennen sicher jemanden mit AUA. Ganz bestimmt!

Wir wollen zum Beispiel eine Erstausstattung, ein CarePaket, für den Klinikaufenthalt anbieten. Viele Patienten haben kaum das Nötigste, um den Aufenthalt mit Würde zu überstehen. Geeignete Klinikkleidung und Stationsschuhe. An Utensilien für Tages- oder Monatshygiene fehlt es fast immer. Es muss auch einen Friseur geben, der einmal die Woche kommt. Die AUA-Stiftung will die Erstbetreuung in psychologischen Zentren übernehmen. Der Mut, sich aufzumachen und um Hilfe zu bitten, soll mit einem zeitnahen Termin belohnt werden. Psychologen stehen dem AUA-Zentrum zur Verfügung und begleiten den Hilfesuchenden bis zum guten Schluss. Sie nützen die Räumlichkeiten des AUA-Zentrums gegen eine Miete, die sie über das Zentrum abrechnen können. Es gibt Zimmer für die Gruppenarbeit und andere für die notwendigen medizinischen Apparate. Auch ein mobiler Service ist sinnvoll. Wir haben viele Ideen, wie Besuche im Hospiz oder die Begleitung von Angehörigen.

Ich selbst werde meine Geschichte vorlesen, Akutstationen in Krankenhäusern aufsuchen und unsere CarePakete bringen. Mit all den wichtigen Dingen, die einem Menschen Würde verleihen. Die AUA-Stiftung freut sich sehr über Sachspenden (Fehlfarben, Überproduktion, B-Ware).

Sie lesen und helfen dabei. Kaufen Sie ein zweites Buch, plündern Sie Ihren Sparstrumpf! Sie nden auf unserer Website unsere Bankverbindung. Sie tun Gutes und unterstützen ein engagiertes Team!

Besuchen Sie unsere Website und informieren Sie sich über uns, unsere gemeinsamen Ziele und Perspektiven: www.aua-info.de

So, jetzt ist die Therapie, also meine, beendet. Berlin, 28. März 2017.

Zusammengefasst als Kurzinformation:

Wir bauen ein psychologisches Zentrum. Ohne Wartezeit! Information und Therapiebeginn innerhalb 10Tagen.

Wir statten die Akutstationen von Kliniken aus. (Erstausstattung für Patienten) 

Wir aktualisieren diese Seite ständig und informieren Sie über die Entwicklung. Stand 25. September 2018.


https://www.zitty.de/uew-kipp-orgien-koks-und-psyc...